»Unmittelbarkeit und Klarheit zeichnen die intelligenten Texte des Literaturpreisträgers aus. Dabei zeigt sich der Germanistik-Student wandlungsfähig: Man mag an die Kurzprosa von Daniel Charms ebenso denken wie an die Lyrik Erich Frieds oder H.C. Artmanns.
Mit 16 Jahren entdeckte Kröner seine Leidenschaft fürs Schreiben - klar, dass der Auslöser dafür die erste Liebe war. Nicht nur der Liebe aber gilt sein poetisch-hinterfragender Blick, sondern auch dem Ungewöhnlichen hinter dem Alltäglichen: Neben unbeschwerten ›Freibad- und Pommes‹- Gedichten beschreibt etwa die Geschichte ›Prüfungszeit‹ den Wunsch einer alten Frau, sterben zu wollen. Kröner nimmt damit das Leben in seiner Ganzheit wahr.«
Nürnberger Nachrichten, Susanne Ziegler
»Durch zwei Mitglieder der Gruppe ›Mundpropaganda‹ war auch die Literatur vertreten. Beide lasen aus ihrem Werk vor. Während Matthias Kröner in seiner satirischen Kurzprosa und seinen Gedichten eher sinngebende Lebensmottos resümierte, behandelte Paul S. Wolff lediglich ein Thema: das Verlieben. Beide schafften es, entweder durch Mundart oder das gezielte Betonen der Pointen das Publikum zum Lachen zu bringen und ernteten so großen Applaus.«
Erlanger Nachrichten, Michael Preidel
»Kröner, Preisträger des 13. Nürnberger Literaturwettbewerbs, drückt Missstände nicht nur in direkten, harten Worten aus, er hat auch eine andere Seite, widerlegt die in ›Edgar Allan Poe‹ aufgestellte Behauptung ›Im Jenseits gibt es mehr zu lachen‹, indem er die Welt auch von der (aber)witzigen Seite betrachtet. Er spaßt mit dem Dichterfürst Goethe und seinem Faust, der das ›Klassische Ideal‹ darin findet, Gretchen zu vögeln, macht sich einen satirischen Reim auf die Toleranz verschiedener Religionsgemeinschaften und bizarre Gedanken über radelnde Papageien und kegelnde Affen. Kröner jandelt, gibt sich ein bisschen Dada und schwarzhumorig. Gute Gründe, die Bitte des Autors im Vorwort [›Lyrik ist out, längst out - bitte lesen Sie dieses Buch nicht!‹] zu ignorieren.«
Abendzeitung Nürnberg, Ute Maucher
»Die literarischen Wanderarbeiter der 2003 gegründeten Autorengruppe ›Mundpropaganda‹ sind […] ein Geheimtipp für Kenner.«
Nürnberger Nachrichten, Bernd Zachow
»Matthias Kröner, der dritte Preisträger (350 Euro), stand schon im letzten Jahr auf dem Siegertreppchen: Damals erhielt er einen Sonderpreis für seine in Mundart abgefassten Beobachtungen aus dem Alltag eines Zivildienstleistenden. Heuer konnte er mit Gedichten überzeugen, die er in Hochdeutsch niedergeschrieben hat.«
Nordbayerische Zeitung
»Wortbeiträge gab es von Paul S. Wolff und Matthias Kröner. Ersterer beleuchtete in seiner satirischen Kurzprosa unter anderem das Verliebtsein, Beziehungen, One-Night-Stand und die Anmache im Supermarkt, während Letzterer neben einem Prosatext über ein absurdes Beziehungsgespräch auch drei Gedichte vortrug, die sehr erheiternd wirkten, weil sie den Kern der Sache trafen.«
Erlanger Nachrichten, Annika Fuhrmann
»Alfred Kröner gehört zu jenen, die davongekommen sind. Am 2. Januar 1945 duckte sich der damals Zehnjährige in einem Luftschutzkeller in Gibitzenhof, während draußen die Bomben einschlugen. Wäre er nicht davongekommen, dann gäbe es heute seinen Sohn Matthias nicht, und der hätte nicht Autor werden und des Vaters Erlebnisse literarisieren können. […] In seiner Geschichte beschert er dem aus dem Bunker heimkehrenden Steppke ein kinderpsychologisch glaubhaftes Happy End.«
Erlanger Nachrichten, Clemens Heydenreich
»Matthias Kröner heiterte letztlich mit satirischen Gedichten und sprachlich ausgefeilter Kurzprosa die Stimmung auf. Nicht nur in seiner ›Emergency-Liste zur Abwendung von Beziehungen‹ bewies der Wortpoet dabei ausgeprägtes komödiantisches Talent. Insgesamt konnten die Literataholics [die Autorengruppe ›Mundpropaganda‹ ist gemeint], wie sich die Vier selbst nennen, erneut mit ihren Sprachkunstwerken überzeugen.«
Nürnberger Nachrichten
»Gelacht wird erst später, wenn sich Abgründiges und Absurdes verbinden wie bei Matthias Kröners Erzählung über den vielfach gefürchteten, nervenaufreibenden und - in manchen Fällen - mehrfach durchlittenen Tag der Fahrprüfung […]. Das Publikum […] geht wunderbar mit, lässt sich mitnehmen mit Auto, U-Bahn und Zug, folgt den verschlungenen Lebenswegen störrischer Charaktere, die ihrem eigenen Autor nicht gehorchen […] und fiebert mit Kröners mundartlichem Fußballhelden der anderen Art mit.«
Fürther Nachrichten
»Die diesjährig prämierten Studentinnen Tordis Schuster und Verena Baca sind ebenso fester Bestandteil des Programms wie die (2001 bis 2005 ausgezeichneten) Jungs der Literaturcombo Mundpropaganda: Tobias Falberg, Matthias Kröner, Vincent E. Noel und Leonhard F. Seidl bestechen bei ihrem Vortrag durch abwechslungsreiche Texte - mal hintergründig-komisch (Kröners ›Der Angler‹), mal hochpoetisch (Falbergs ›Die alten Gesänge, die Geister‹).«
Nürnberger Nachrichten, Susanne Ziegler
»Mundpropaganda ist von jeher die beste Werbung gewesen; unter diesem Motto treten aber auch vier junge Nachwuchsliteraten aus dem fränkischen Raum auf. Tobias Falberg, Matthias Kröner, Leonhard F. Seidl und Vincent E. Noel, alle zwischen 1976 und 1980 geboren, zeigten mit ihrer Lesung zum undankbaren 14-Uhr-Termin am Samstag eine beachtenswerte Auswahl an Poesie und Prosa fernab aller pubertären Herz-Schmerz-Ergüsse, in die junge Autoren gern verfallen. Die Vier schleifen und feilen an ihren Texten, dass ein stimmiges, nachdenkliches, manchmal auch humorvolles Ganzes daraus wird. Alle sind sie schon mit Preisen ausgezeichnet, eine homogene Gruppe sind sie jedoch nicht; Seidl zum Beispiel kommt mehr aus der Poetry-Slam-Ecke, Vincent E. Noel wiederum ist eher melancholisch angehaucht. Doch einen Vergleich mit den großen Namen auf dem Hauptpodium brauchen sie nicht zu scheuen. Erfreulich, dass es in Zeiten von Computerspiel und Internetsurferei noch Leute gibt, die so mit Worten umzugehen wissen.«
Nürnberger Zeitung, Friedrich G. Stern
»Passend zum Mozart-Jahr hatte Matthias Kröner seine drei Texte gewählt. Der Autor beschreibt das fieberhafte, ja teils qualvolle Ringen um die richtigen Noten für ein Scherzo und schließlich die Erleichterung beim Finden der Töne. Mit seinem Mundart-Trialog wagte sich Kröner erstmals vors Publikum. Es ist der amüsante Dialog eines alten Mannes und einer alten Frau, die einer Mozart-Sendung im Radio samt zugehörigem Moderator lauschen. In breitem Nürnberger Dialekt lässt er sie darüber reflektieren, dass nicht nur Mozart es schwer hatte, nein, auch die Nachkriegszeit war kein Zuckerschlecken. Und wer denkt eigentlich auch mal an die Mütter der Komponisten? Zuletzt ließ Kröner noch Mozarts Erzfeind Salieri aus himmlischer Perspektive zu Wort kommen, was mit viel Humor und nicht ohne Brückenschlag zum heutigen Musikgeschäft mit Dieter Bohlen und Co. abging.«
Fürther Nachrichten, Marion Reinhardt
»Die geistreichste Boygroup Frankens.«
Nürnberger Nachrichten über einen Auftritt von Mundpropaganda
»Auf ironische und unterhaltsame Weise schildert jeder Autor in seiner eigenen Art den Seelenzustand der deutschen Provinz. Für all diejenigen, die den Rest der Welt kennen und die das Exotische der Welt vor Ort suchen, ist das Buch die ideale Lektüre!«
go:ruma - Buchbesprechungen
»Die Nürnberger Nachrichten bezeichneten sie schon als ›geistreichste Boygroup Frankens‹. Welche ideenvollen Momente die vier Autoren von ›Mundpropaganda‹ wirklich auf Papier bringen können, durften sie in ihrem gemeinsamen Erzählband ›Landschaft mit Ufo‹ beweisen, die jetzt der kleine Ursus Verlag vorgelegt hat.
Auf 200 Seiten erzählen die preisgekrönten Jungautoren in einer bilderreichen Sprache freche, amüsante und leicht geschriebene Geschichten: Von nervenden Chefs, nicht-roten Indianerinnen, verschimmelndem Salat in heruntergekommenen Buden und rothaarigen Leichen, die beispielsweise Leonard F. Seidls Tastatur entsprungen ist.
Vor allem geht es um das berühmte Wort mit den fünf Buchstaben, ja richtig, die große ›Liebe‹ - existierend und verflossen, genossen und vermisst, nah und fern. Von Paaren, die sich bereits auseinander gelebt haben und vor allem von betörenden Frauen wie Ins, die Vincent E. Noel den Kopf verdreht. Gleichzeitig streuen sie nachdenkliche Momente ein, wenn Matthias Kröner die Story von der Großmutter erzählt, die bei ihrem 18-jährigen Enkel auf Sterbehilfe hofft. Oder von Ransmaier, der sich dazu entschieden hat, sich in einem Asia-Imbiss an Ente mit Reis totzufressen.
Die Autoren mischen alltägliche Geschichte mit skurrilen Momenten und durchgeknallten Typen, von denen man nie genau weiß, ob man sie wirklich gerne kennen lernen würde - die Typen sind gemeint, nicht die Autorengruppe. Und yes, die meisten Geschichten - ob real oder futuristisch bei Tobias Falberg - machen richtig Spaß zu lesen. Und dies kann man nicht wirklich von vielen Büchern sagen, oder?«
texterblog.de
»[R]ichtig Geschichten zu erzählen, sie auszuschmücken, den Zuhörer einzufangen und zu packen, die Fantasie anzuregen - das ist heute ausgestorben. Nicht ganz, denn jetzt ist ein Buch erschienen, in dem neun Autoren, die die Kunst des Erzählens noch beherrschen, Nürnberger Sagen niedergeschrieben haben. Den Reiz der Erzählungen machen die Fantasie und die sehr unterschiedliche Erzählweise der verschiedenen Dichter aus. [Im Band enthalten ist die] Geschichte von den Rauschgoldengeln, die Matthias Kröner so herrlich nacherzählt, dass sie fast wie ein Grimmsches Märchen daherkommt.«
RegioPress
»Ihr letzter Auftritt beim Erlanger Poetenfest war viel beachtet. Sie arbeiten für den Bayerischen Rundfunk, haben jeden Monat mehrere Veröffentlichungen in der Tagespresse sowie in Literaturmagazinen und konnten auch schon viele Literaturpreise einheimsen. Jetzt hat die Autorengruppe ›Mundpropaganda‹ einen gemeinsamen Band mit dem Titel ›Landschaft mit Ufo‹ veröffentlicht. Hier sind die besten Prosatexte der vier Literaten zusammengefasst.«
Nürnberger Nachrichten - Sonntagsblitz
»Angst vor unbekannten Text-Objekten braucht indes niemand zu haben - hier wird Sprache nicht zerstückelt und neu zusammengesetzt, sondern in überraschend schnörkellosem Deutsch vorgetragen. Viele Charaktere, allesamt belesen, nicht ohne literarischen Ehrgeiz, aber mit einem sens humain ausgestattet, der gar nicht selbstverständlich ist im deutschen Literaturraum. Dazu gehört eben auch eine gute Prise Selbstironie, und sie schadet nie beim geschärften Blick auf Mensch & Welt. Das literarische Jung-Quartett bietet in dem UFO-Sammelband Short Stories, die sich häufig um Liebe & Trennung drehen, ohne dass dem Leser schwindelig wird: Mit gehörigem Witz und ziemlich unlarmoyant sind diese Texte geschrieben. Natürlich gibt es dennoch einige UFOs in Form von poetischen Wortklimmzügen und Texten [mit] surrealen Kippmomenten, die eine Bodenhaftung nie ganz verlieren. Aber genau solche Texte eigenen sich hervorragend zum Vorlesen. Und das Quartett liest öffentlich, oft und mit großer Lust & einen Touch von Poetry Slam. Das stets zahlreiche Publikum bei ›Mundpropaganda‹-Veranstaltungen sieht & hört das auch so - etwa beim Poetenfest Erlangen, wo über 150 Besucher der Gruppe freudig lauschten.«
Plärrer, Jochen Schmoldt
»Allen vier Autoren würde ich das Prädikat schreib-handwerklich sehr begabt verleihen. Ein lohnenswertes Kompendium anspruchsvoller und unterhaltsamer Texte heimischer Autoren. Was will man mehr? Übrigens: das Taschenbuch ist auch für Leser/innen geeignet, die sonst nicht zu den ausgesprochenen Kurzgeschichtenfans zählen!«
Doppelpunkt - Kultur in Nürnberg/Fürth/Erlangen
»Herausgeber Kurt Neubauer, der auch die zahlreichen schaurig-derben Illustrationen im Comic-Stil beisteuerte, versammelt in seinen ›Stadtgeheimnisse‹ neun Nürnberger Autoren. Sie bringen dem Leser in 18 Beiträgen die geheimnisvolle Nürnberger Sagenwelt auf ihre eigene Art nahe. So schildert Fitzgerald Kusz die Sage vom ›Schusserbou‹ im Stile eines Dramas in fränkischer Mundart. Matthias Kröner erzählt märchenhaft von der Erfindung des Rauschgoldengels. Kurz: ›Stadtgeheimnisse‹ ist ein ungewöhnliches und durchgängig gelungenes Werk, das seine Leser für die spannende Nürnberger Sagenwelt begeistern dürfte.«
Nürnberg Heute
»Das Buch ist eine Mischung von Kurzerzählungen unterschiedlichster Couleur. Jedem Autor standen 50 Seiten zur Verfügung und jeder hat sie auf seine Art und Weise genutzt. Herausgekommen ist ein abwechslungsreicher Band, bei dem die Lektüre nie langweilig wird. Kröners Kurzerzählungen im Sammelband zeichnen sich durch skurrile Elemente aus. Es ist der ›Versuch, die Wirklichkeit durch fantastische Elemente zu fassen‹, so Kröner. In den Situationen, die der Autor eindrucksvoll schildert, kann sich der Leser oft selbst wieder erkennen. Da ist zum Beispiel in ›Fahrt ins Grüne‹ das schwierige Gespräch am Ende einer Beziehung, welches dann letztlich doch nicht zustande kommt. Kröner beschreibt treffend die bekannten Gefühle, wenn eine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Man merkt wohl die autobiographischen Einflüsse, doch stehen diese eher als Gefühl der Geschichte zur Seite. Die eigentliche Erzählung dient dem Plot, hier stehen die konkreten eigenen Erfahrungen zurück. Kröner überlegt bei der Entwicklung seiner Geschichten viel eher: Was passt jetzt da poetisch dazu? Skurrile Bilder dienen dann quasi als Metapher für die Gefühle, wie ein verfallenes Haus für die zerbrochene Beziehung am Ende der Erzählung ›Fahrt ins Grüne‹. In einer anderen Geschichte geht es um das Verhältnis zu seinem Freund mit durchaus ambivalenten Gefühlen, eine Erfahrung die einem auch sehr vertraut ist. Aber auch das schwierige Thema der Großmutter, die den Wunsch zu sterben hat, packt Kröner gefühlvoll an.«
Regio Press, Christian Rechholz
»Nürnberg ist eine Stadt mit vielen Geheimnissen. Wer etwas über sie erfahren will, der begebe sich auf einen Stadtrundgang der besonderen Art: Neun Nürnberger Autoren (Gerd Berghofer, Helmut Haberkamm, Armin Jäger, Matthias Kröner, Fitzgerald Kusz, Petra Nacke, Klaus Schamberger, Friedhelm Sikora und Elmar Tannert) erzählen die merkwürdigsten, unheimlichsten und spannendsten Sagen ihrer Stadt - und jagen dem Leser einen frischen Schauer über den Rücken. Zusammen mit den Illustrationen des Grafikers und Herausgebers Kurt Neubauer und den geschichtlichen Anmerkungen der Historikerin Nadja Bennewitz ist ein ›sagenhafter‹ Nürnberg-Führer entstanden, der dazu einlädt, die Stadt neu zu entdecken.« kunstjetzt-blog.blogspot.com
• Fränkische Nachrichten (PDF)
»Im Rahmen seiner ›Kleinen Nachtmusik‹ fungierte Tom Haydn auch wieder als Moderator und stellte den jungen Autor Matthias Kröner vor, als Literat der ›Fürther Freiheit‹ bekannt. Er amüsierte mit seinem ›Aufstand der Hohlkörperindustrie‹, bei dem die Schokoladen-Osterhasen nicht länger bereit sind, bereits im Februar vermarktet zu werden. In astreinem Nürnbergerisch brachte Kröner noch einen Mundart-Trialog zu Gehör - Satirisches ist auch sein Metier.«
Fürther Nachrichten
»Jung die Sprache und die Themen. Es ist zu hoffen, dass Tobias Falberg, Matthias Kröner, Leonhard F. Seidl und Vincent E. Noel, die vielfach Ausgezeichneten, auf der Erde bleiben und uns weitere Geschichten schenken.«
Straßenkreuzer - Das Sozialmagazin, Norbert Kays
»Matthias Kröner und Leonhard Seidl von ›Mundpropaganda‹ sorgten beim dritten ›Wortwärts‹-Fest für die sommerlich leichte Note mit ihren Geschichten über den zum Leben erwachten Barockdichter Georg Philipp Harsdörffer und die surrealen Erlebnisse eines Mannes, der sich in einen Baum verwandelt.«
Nürnberger Nachrichten
»Eine ›echte‹ Novelle ist auf der CD ›Der Trichter und sein Henker‹ von Matthias Kröner zu hören. Kröner hat seine Geschichte zu Ehren des fränkischen Barockdichters Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) verfasst, da sich dessen Ableben dieser Tage zum 350. Mal jährt. […] Heutzutage ist er in Vergessenheit geraten, und genau da setzt die Novelle an. Der Dichtersmann erscheint dem in der Jetztzeit lebenden Bankangestellten Ferdinand als Geist und zwingt ihn dazu, sein Lebenswerk fortzuführen. Da Bankangestellte in der Regel lieber mit Zahlen als mit Worten jonglieren, gerät der Protagonist in Schwierigkeiten. Kröner, der unter anderem für den Bayerischen schreibt, skizziert gekonnt den scheinbaren Widerspruch zwischen Kunst und Alltag, wobei er nicht mit Anspielungen auf das Leben des Barockdichters geizt. […] Äußerst positiv ist zu vermerken, dass die CD - auf der der Autor seine Geschichte übrigens selbst liest und schön fränkisch das ›R‹ rollt - über den Verlag versandkostenfrei ins Haus kommt. Also, bewahren Sie einen Dichter vor dem endgültigen Vergessen!«
Federwelt
»Wann hört man diese erhellenden 45 Minuten? Wenn man eine Hausfrau ist: vielleicht beim Bügeln. Wenn man im Auto unterwegs ist: am besten nur auf ruhigen Straßen. Wenn man Nürnberger Stadtrat oder im Kulturreferat tätig ist: eine Woche lang jeden Tag dreimal. Wenn's nicht anschlägt: die Dosis wiederholen. Einmal muss doch eine so bedeutende Stadt auch ein Ort auf der literarischen Landkarte werden, mit dem auch in Zukunft zu rechnen ist.«
Prof. Werner Kügel, Vorsitzender des Pegnesischen Blumenordens
»Der Autor lasse ›die Neurosen eines Bankangestellten aufblühen‹, hieß es auf dem CD-Cover, und das wollte ich mir nach meiner Erfahrung mit Herrn Fliederbusch nicht entgehen lassen. Matthias Kröners Novelle ›Der Trichter und sein Henker‹ erzählt davon, wie das Leben eines braven Durchschnittsbürgers namens Ferdinand durch ein verhextes Geschenk auf den Kopf gestellt wird. Es handelt sich um einen Trichter, der in dem Bankangestellten den unbändigen Wunsch erweckt, Schriftsteller zu werden. Ferdinand ahnt nicht, dass er Teil eines perfiden Plans geworden ist, mit dem sich der vor 350 Jahren verstorbene Nürnberger Barockdichter Georg Philipp Harsdörffer posthum endgültig in die Literaturgeschichte einzuschreiben gedenkt. Denn zu seinem Leidwesen ist der einst berühmte Autor des Poetischen Trichters, einer praktischen Handreichung für angehende Dichter, nur noch Spezialisten bekannt. Das zu ändern, ergreift der eifersüchtige Poet von Ferdinand Besitz und lässt den arglosen Bankangestellten Freud und Leid einer schriftstellerischen Existenz erfahren. Diese fantastische Novelle ist ebenso amüsant wie lehrreich, und wird vom Autor selbst mit Verve vorgetragen. Augenblicklich besserte sich meine Laune […].«
Am Erker
• Nürnberger Nachrichten (PDF)
»Als Zuhörer möchte man am liebsten auf die Vorwärtstaste drücken, um zu wissen, was denn nun aus dem armen Kerl wird. Nur mit Mühe beherrscht man sich und wartet folgsam das Ende ab. Das aber belohnt für die aufgebrachte Geduld. Den ganzen Tag grinst man noch bei dem Gedanken, wie Mareike … aber nein, das wird jetzt nicht verraten.
Wer will, muss es selbst hören, und eines sei versichert: Matthias Kröners Novelle ist knappe fünfundvierzig Minuten Hörgenuss.«
Asphaltspuren
»Autor Matthias Kröner, der Preise der Nürnberger Kulturläden erhielt, gelingt mit seinem eruptiven Fabulieren eine atemlose Gratwanderung zwischen Barock und der Gegenwart.«
Straßenkreuzer - Das Sozialmagazin, Waldemar Grasser
»Bei seinem Streifzug durch die Noris führt Ferdinand die Zuhörer unter anderem in die Barockgärten oder streift durch die Breite Gasse, vorbei am Ehekarussell vor dem Weißen Turm oder das Burgviertel mit dem Dürerdenkmal. Seiner Nürnberger Herkunft wird Kröner, inzwischen in Lübeck zu Hause, in seiner rund 45-minütigen Lesung dank seines sympathisch-fränkischen Idioms gerecht.«
Nürnberg Heute
»›Literatur für die Ohren‹ möchte auch der Erlanger ›Wunderbuchverlag‹ unters Volk bringen. Zum Auftakt der Hörbuch-Reihe gibt es - anlässlich des 350. Todesjahrs von Georg Philipp Harsdörffer - ›Der Trichter und sein Henker‹ von Matthias Kröner - der ebenfalls selbst liest. Kröner, der in Erlangen u. a. Literaturwissenschaften studierte und derzeit in Lübeck wohnt, beschäftigt sich darin wortgewaltig mit den Neurosen eines Erlanger Bankangestellten, der einen Trichter geschenkt bekommt und zum Dichten verdammt durch Nürnberg irrt.«
Erlanger Nachrichten
»Humorvoll und lakonisch beschreibt Kröner, wie aus einem Bankangestellten ein Dichter wird, der dem Rausch der Worte verfällt und sich der Erwerbsarbeit zu entwinden versucht. Kröner ermöglicht einen Einblick in das unbändige Bedürfnis eines Schriftstellers, mit Worten zu spielen, diese auf Papier zu bannen. Er hat damit nicht nur Harsdörffer eine Stimme gegeben - jeder Satz ist gekonnt betont -, sondern zeigt auch sein in zwei Jahrzehnten erworbenes schriftstellerisches Können […].«
Textart - Magazin für kreatives Schreiben
»Den Wettbewerb in Runde 2 eröffnete Exil-Lübecker Matthias Kröner, angenehm konsequent trug er ausschließlich seine eigenen Lieblingstexte vor, größtenteils in ruhigen, lyrischen Tönen: das salzige Herz im Seesack über der Schulter, das Befinden in den Momenten der Vertrautheit, die eigene Durchschnittlichkeit als beiläufiges Eingeständnis, in dem ein irritierender Stolz anschwillt. Am Ende schnitt ihm die Hupe das Wort ab, welches ihm das Publikum aber postwendend zurück erteilte. Den fast vollendeten abgebrochenen Text begann er daraufhin in gelassener Konsequenz noch mal von vorn!«
www.e-poetry -
Rückblick auf den Erlanger Jubiläumsslam von Jan Siegert